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Jahresrückblick 2020

Das Jahr 2020 wurde soeben verabschiedet, es ist Zeit zurückzuschauen.
Es war ein sehr schwieriges unruhiges Jahr, geprägt von vielen Unsicherheiten. Viele meiner zu betreuenden Frauen haben sich gefragt, wie kann ich mich vor SARS COVID 19 schützen, findet der Geburtsvorbereitungs-oder Rückbildungskurs statt, darf mein PartnerIn mit zur Geburt, wie schützen wir unser Baby, erlauben wir Besuch im Wochenbett und vieles andere mehr.
Auch für mich in meiner Arbeitssituation gab es Unsicherheiten, wie darf gearbeitet werden, woher bekomme ich Schutzkleidung, Desinfektionsmittel und anderes? Was mache ich, wenn eine meiner zu betreuenden Frauen COVID positiv ist? Können meine Kurse stattfinden und wenn ja wie? Wie machen das die Kolleginnen? Fragen über Fragen.

Insgesamt durfte ich dieses Jahr 52 Paare auf ihrem Weg zum Elternwerden begleiten. Dabei waren dreimal Zwillingspärchen.
In der Schwangerschaft gab es verschiedene Fragen und Anliegen rund um die Schwangerschaft, die Geburt und das Wochenbett. Ich durfte helfen bei Schwangerschaftsbeschwerden unterschiedlichster Art (von Übelkeit, über Ischiasbeschwerden, Wassereinlagerungen bis hin zu Angst, war alles und noch viel mehr dabei). Auch im Geburtsvorbereitungskurs gab es viel zu besprechen, zu Demonstrieren. Im Rückbildungskurs haben wir gemeinsam unsere Mitte gesucht und gestärkt und sind in regen Austausch gekommen.
Dankbar blicke ich auf viele tolle geburtsvorbereitende Massagen und auf ayurvedische Schwangerschaftsmassagen zurück. Ebenso die Massagen, die ich bei Schwangerschaftsbeschwerden anwende. Ich genieße diese intensive Zeit mit den Frauen sehr und es ist mir ein Herzensanliegen, Frauen in ihrer Weiblichkeit und Körperlichkeit zu stärken, damit sie zuversichtlich in ihre ganz eigene Geburt gehen können.
Die Wochenbettbesuche mit all seinen Facetten (von Geburtsbesprechung, Gewichtszu- oder -abnahme, über Milchstau, Bauchweh beim Baby, Müdigkeit und Babyblues) war abwechslungsreich und so wie halt das Wochenbett ist bzw. sein kann.

Drei meiner zu betreuenden Kinder aus diesem Jahr möchte ich hier nicht unerwähnt lassen:
Alva, Du Sonnenscheinmädchen, du bist mit einem zusätzlichen Chromosom zur Welt gekommen und verbreitest jede Menge Fröhlichkeit. Deine wunderbaren Eltern lehrten mich Offenheit, Herzlichkeit, Vertrauen, Toleranz und noch viel mehr.

Liam, Du willensstarker Junge, machst Deinem Namen alle Ehre. Viel zu früh bist Du geboren und hast eine Grunderkrankung mitgebracht, die Sorge um Dich war groß. Dank des besonderen Einfühlungsvermögens und der bedingungslosen Liebe Deiner Eltern bist Du inzwischen zu einem sehr fröhlichen kräftigen Kerlchen herangewachsen.

Jonas, Du Sternenkind, viel zu kurz war Deine Zeit hier. Von Deinen großartigen Eltern konnte ich unter anderem Mut, Geduld, Resilienz, Zuversicht und Zusammenhalt lernen.

Es war ein turbulentes Jahr mit viel Auf und Ab. Wir haben gemeinsam gelacht und geweint. Ich möchte mich von Herzen bei all meinen Eltern bedanken.

Für 2021 wünsche ich allen mehr Leichtigkeit, Zuversicht und vor allem aber Gesundheit.